EIN SICHERES Fundament

Hast du jemals für etwas gebetet und Gott auch dafür geglaubt, warst aber vom Ergebnis enttäuscht? Ich denke, das haben schon die meisten Christen erlebt. Bei vielen Gesprächen stoße ich auf ein weitverbreitetes Problem: Die Betreffenden haben nie den Samen des Wortes Gottes in ihre Herzen gepflanzt. Sie verstehen nicht, wie das funktioniert. Es ist wie bei einer Frau, die schwanger werden möchte, aber keine Beziehung zu einem Mann hat: da wird es kein Baby geben. Im geistlichen Bereich funktioniert es genauso.

Jemand mag einwenden: „Muss ich nicht einfach glauben, dass ich empfange, wenn ich bete?“ So steht es in Markus 11,24. Und, ja, das stimmt: Du musst glauben, um zu empfangen. Aber du musst es aufnehmen, bevor du es empfangen kannst.

Das meine ich so: Nahezu alle Systeme, die der Mensch geschaffen hat, können umgangen oder manipuliert werden. Das Rechtssystem kann ausgetrickst werden, sodass Schuldige davonkommen. Das Bildungssystem kann ausgetrickst werden, sodass Studenten Prüfungen bestehen, für die sie nicht wirklich gelernt haben. Aber der Ablauf von Saat und Ernte kann nicht untergraben werden.

Was würde passieren, wenn ein Bauer mit der Aussaat wartet, bis er seine Nachbarn die Ernte einbringen sieht? Ungeachtet aller guten Absichten oder Erklärungen, warum er die Saat nicht rechtzeitig ausgebracht hat, könnte er über Nacht keine Ernte einfahren.

In Markus 4 lehrt der Herr drei Gleichnisse, um zu veranschaulichen, wie das im geistlichen Bereich funktioniert. Das erste Gleichnis, die Geschichte vom Sämann, ist der Schlüssel zum Verständnis der anderen drei (Mk 4,13). Wenn wir diese Wahrheiten nicht verstehen, werden wir laut Jesus auch keine seiner anderen Gleichnisse verstehen.